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Praxiszentrum für Gefäßkrankheiten, Frankfurt am Main



Gefäßkrankheiten 


Damit Sie wissen, was Sache ist:
Unser kleines Lexikon mit häufig genannten Krankheitsbildern.


Arterielle Verschlusskrankheit

Sammelbegriff für alle Gefäßveränderungen, die zur Durchblutungsstörung und damit zum Missverhältnis zwischen Blutzufuhr und Sauerstoffbedarf führen. Diese gehen oft mit einer erhöhten Neigung zu Thrombosen einher. Ursachen für die Arterielle Verschlusskrankheit können sein: fortgeschrittene Arteriosklerose, diabetische Angiopathie, Arteriitis, Embolie.


Arteriosklerose

(=Arterienverkalkung), häufigste Systemerkrankung der Arterien, und zwar als chronisch fortschreitende Degeneration mit Ablagerungen an der Gefäßwand. Führt zu Wandverhärtungen und -deformierungen mit Elastizitätsverlust und Verengung des Gefäßes. Als Hauptursachen gelten neben konstitutionellen und Altersfaktoren u.a. die Lebensweise (z.B. fettreiche Ernährung), toxische Einflüsse (z.B. Nikotin), Bluthochdruck, Stoffwechselleiden (z.B. Diabetes) und chronische, z.B. rheumatische Entzündungen.


Diabetische Angiopathie

Häufigste Komplikation eines länger bestehenden Diabetes mellitus. Eine ausgeprägte Form ist die Makroangiopathie, eine generalisierte Arteriosklerose mit bevorzugter Beteiligung des Gehirns, des Herzens, der Nieren und der peripheren Gefäße.


Arteriitis

Entzündung einzelner bis aller Schichten der Arterienwand. Geht die Arteriitis mit einer Gerinnselbildung einher, so spricht man von einer Thrombarteriitis.


Embolie

Plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes, meist einer Arterie, durch einen Embolus (Pfropf). Häufigste Form ist die Thrombembolie, eine Embolie durch Verschleppung von Gerinnselteilen.


Thrombose

Gerinnselbildung im Kreislaufsystem. Vorwiegend betroffen sind: Herzklappen, Herzkranzgefäße, basale Hirngefäße, Beinarterien und -venen, Beckenvenen, Mastdarm (Hämorrhoidalthrombose) und Arme. Die Thrombose kann noch kritischer werden, wenn es zu einer Thrombembolie (z.B. Lungenembolie) kommt.


Thrombangiitis

Entzündung einer arteriellen (Thrombarteriitis) oder venösen Gefäßwand (Thrombophlebitis) mit örtlicher Thrombusbildung.


Varize

(=Krampfader), Ausweitung und Schlängelung einer Vene infolge von Wand- u. Klappenschwäche. Konstitutionell bedingt (= primäre Varize) oder erworben (= sekundäre Varize, z.B. durch Blutstauung nach Thrombose).


Varikose

Ausgedehnte Bildung von Krampfadern (Varizen).


Lymphödem

Eiweißreiches, teigiges Ödem infolge einer angeborenen Störung oder eines erworbenen Verschlusses von Lymphbahnen mit chronischer Lymphstauung (Lymphostase), z.B. durch Entzündungen, narbige Veränderungen oder auch Kompression durch Tumoren.


Schlaganfall

(=Gehirnschlag), gekennzeichnet durch ein neurologisches Defizit, das durch eine Durchblutungsstörung des Gehirns hervorgerufen wird. Ursache kann ein thrombotischer oder embolischer Gefäßverschluss sein oder auch ein spontaner Gefäßriss mit nachfolgender Hirnblutung.


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